Musikverein SchwaningenMusikverein Frohsinn e.V. Musikverein Schwaningen
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 Geschichte
Musikverein Schwaningen
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Musikverein Schwaningen Musikverein Schwaningen Ab 2001
 
Gründung 1878
 
Am 1. Januar 1878 taten sich einige musikbegeisterte- und liebende Männer zusammen, um den Musikverein "Frohsinn" Schwaningen ins Leben zu rufen. Zu den Gründungsmitglieder gehörten:
 
Bernhard Stadler Vinzenz Buntru Anton Stadler
Josef Ilg Bonaventur Schlatter Franz Xaver Kehl
Hermann Stadler Josef Stadler Lorenz Schlatter
Martin Schlatter Alfred Isele Konrad Stadler
Anton Marber    
 
Mit dem Gründungsdatum gaben sich die ersten Statuten mit einem Vorwort. In 14 Paragraphen wurden genaue Satzungen ausgearbeitet und von den Gründern angenommen. So lesen wir in §1: "Zweck des Vereins ist die Pflege der Musik durch öffentliche Aufführungen und geselliger Unterhaltung." Zum Eintritt war ein schriftlicher oder mündlicher Antrag beim Vorstand notwendig, für dessen Annahme eine Zweidrittelmehrheit erforderlich war. Im §13war des Eintrittsgeld auf den für damalige Verhältnisse hohen Betrag von 15 Mark festgesetzt. Dafür erhielt der Musiker vom Verein ein Instrument zur Verfügung gestellt, für das er "in jedem Falle haftbar ist". Auch das unentschuldigte Fernbleiben von Proben und "Produktionen" waren genaue Gebühren festgelegt.
 
Die Gründungsmitglieder waren voll großer Begeisterung und mit viel Idealismus gingen sie ans Werk. Das bewies auch die Tatsache, das sie mitten im Winter bei oft schwierigen Verkehrsverhältnissen in das zwei Stunden entfernte Schleitheim/Schweiz gingen, um sich von dem damals dort lebenden Buchdrucker Stamm in die Anfangsgründe der Musik einweihen zu lassen. Unter großem Opfer hatten sie sich dort ihre Anfangskenntnisse im Musizieren erworben. Dirigent des jungen Vereins war Alfred Isele, der dieses Amt über vier Jahrzehnte bis nach dem Ersten Weltkrieg innehatte. Die Proben fanden oft in Privathäusern oder im Vereinslokal " Adler" statt bis dann später der Bürgersaal im Rathaus dafür zur Verfügung stand.
 
Schon wenige Jahre später wies der Musikverein die stolze Zahl von 16 aktiven Musiker auf, doch immer wieder traten Sorgen und Nöten um den erforderlichen Nachwuchs und den Weiterbestand des Musikvereins auf, die aber stets behoben wurden, dank dem Einsatz verantwortungsvoller Vorstände und Dirigenten. Die Statuten wurden alle fünf Jahre Überprüft und im Bedarfsfalle ergänzt. Am 20. Januar 1893 unterschrieben folgende Mitglieder die Satzung: Konrad Burger, Martin Geng, Josef Ilg, Alfred Isele, Josef Kehl, Martin Kehl, Karl Marber, Eduard Preiser, Hermann Schreiber, Anselm Stadler, Hermann Stadler, Konrad Stadler, Ernst August Stoll, Johann Wittmer.
 
Erst nach 25 jährigem Bestehen im Jahre 1903 wurde der Musikverein auf unbegrenzte Zeit festgelegt mit dem Zusatz: " Der Verein löst sich nur dann auf, wenn die Mitgliederzahl weniger als vier beträgt"(§6). Erstmals konnte das Eintrittsgeld in Höhe von 15 Mark in drei Raten bezahlt werden. Obwohl die Feier zum 25 jährigen Jubiläum für uns heute sehr im Dunkeln liegen und in der Chronik drüber keine Eintragungen zu finden sind, zeigt uns doch eine Gruppenaufnahme von 1904 den Jubelverein mit 13 aktiven Musikern (mit Mütze).
 

 
Dahinter sind noch einige Gründungsmitglieder zu erkennen. Die Festjungfrauen überreichtem dem Verein ein Trinkhorn. Auch besaß der Musikverein damals eine Vereinsfahne, die allerdings bei dem verheerenden Großbrand am 28. August 1911 im Haus von ernst August Stall vernichtet wurde.
 
Die Folgezeit brachte eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung, die jäh durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wurde, denn die meisten Musiker wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Folgende Musikkanten mussten ihr Leben lassen: Adolf Stadler, Alfred Isele, Hermann Stadler und Ferdinand Stadler.
 
Wiedergründung 1919
 
Schon am 6. April 1919 gründeten die Schwaninger wieder ihren Musikverein unter dem Vorstand Josef Stoll und dem Dirigenten Martin Geng. Das Amt des Schriftführers und Kassier versah Konrad Stadler. Mitglieder bei der Neugründung waren:
 
Konrad Stadler Hermann Stadler Anton Burger
Martin Geng Martin Kehl Karl Anton Marber
Konrad Burger Josef Stoll Hugo Rendler
Josef Stadler Hermann Schreiber sen.  
Franz Stoll Hermann Schreiber jun.  
 
In der Weimarer Zeit erfreute sich der Musikverein eines guten Zuspruchs. Nicht nur örtliche Feste und Anlässe wurden von den Musikern mitgestaltet, sondern oft wurde die Kapelle von den Nachbargemeinden eingeladen, um dort Konzerte zu geben und Tanzveranstaltungen durchzuführen. So weilten und spielten die Musikanten in Lembach, Dillendorf, Brunnadern, Ober-/Unterwangen und Weizen. Daneben wurden die auswärtigen Musikfeste besucht. Größere Tageswanderungen führten in die Wutachschlucht, über die Alp und das Steinatal nach Tiengen, oder man benützte die Bahn bis Hinterzarten, um von dort aus zu Fuß die Ravenna-Schlucht zu besuchen. Beliebt waren auch die Wanderungen in die nahe Schweiz bis Schaffhausen.
 
Ein herausragendes Ereignis war das 50 jährige Stiftungsfest, das am 12-14 Mai 1928 gebührend gefeiert wurde. Ein Festausschuss unter Bürgermeister Friedrich Bachmann, Vorstand Josef Stoll, Dirigent Martin Geng und Schriftführer Konrad Stadler bereiteten das Fest vor. Die Musikanten wurden zum Teil mit neuen Instrumenten ausgestattet, was mit großen finanziellen Opfer verbunden war. Trotz schlechter Wetterprognosen setzte sich zu den Jubiläumstagen schönes Wetter durch. Mit Böllerschüssen aus Stühlinger Kanonen wurden die Feierlichkeiten eingeleitet. Fröhlich und lustig feierte man bei herrlichem Maiwetter auf der Wiese hinter der Mühle unter freiem Himmel. Eine eigens errichtete Brücke führte den Festzug von der Hauptstraße über den Mehrenbach direkt auf den Festplatz. Sechs Gastvereine und der Schwaninger Gesangsverein beteiligten sich am Festkonzert. Als Jubiläumsgeschenk erhielt der Musikverein von den Festjungfrauen einen Trinkpokal.
 

 
In der Generalversammlung am 31. Dezember 1928 legte die gesamte Vorstandschaft ihre Ämter nieder. Für seine 35 jährige Mitgliedschaft, davon die letzten neun Jahre als Dirigent, wurde Martin Geng zum Ehrendirigenten ernannt. Als Nachfolger wurden gewählt:
Josef Stadler, Vorstand
Oskar Gögler, Dirigent
Franz Blattert, Schriftführer und Kassier
Zwei Jahre später ging das Dirigentenamt infolge Wegzuges von Oskar Gögler auf Anton Burger über, der den Verein bis 1937 in gekonnter Weise musikalisch betreute.
 
Die Gleichschaltung unter dem Druck des NS-Regiments bescherte dem Verein ein neues Vereinsstatut. Nach längeren Vorbereitungen wurden am 20. Juni 1937 von Vorstand Alois Güntert (seit 1936), dessen Stellvertreter Karl Anton Marber, dem Dirigenten Anton Burger und dem Schriftführer und Kassier Franz Blattert die neuen Satzungen beschlossen. Gleichzeitig legte man darin fest, das künftig Mitglieder die dem Verein 25 Jahre aktiv gedient haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden sollen. Im gleichen Jahr gab es einen weiteren Wechsel in der Vereinsspitze: zweiter Vorstand Karl Anton Marber wurde zum Vereinsführer und Johann Schwarz zum Dirigenten ernannt.
 
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erfuhr die rege Vereinstätigkeit eine schwere Einbuße; viele Musiker zogen ins Feld. In den ersten Kriegsjahren traten die wenigen Musikanten nur noch bei Trauerfeiern für einen gefallenen Kameraden oder beim verpflichteten Aufritten an nationalen Gedenktagen in Erscheinung. Ab 1942 war man nicht mehr in der Lage aufzutreten, und damit hat der Verein zu bestehen aufgehört. Zwei Musikkameraden Oskar Marber und Franz Josef Preiser, kamen aus dem unseligen Krieg nicht mehr nach Hause.
 
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Der Musikverein Schwaningen veranstaltete sein Frühjahrskonzert unter dem Motto "Solistischer Konzertabend".
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Eintrag vom 15.02.2012
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